Bernhard Moshammer

Bernhard Moshammer

»Es hat einen Grund, warum man sich hinsetzt, um ein Buch oder ein Lied zu schreiben und der Grund liegt auf der Hand: es ist das Gegenteil von Reden, die Überwindung des Augenblicks, ein sehr unzeitgemäßes Unterfangen, fast schon eine eigensinnige Marotte. Was mein Denken und Schreiben antreibt, ist das Verstricktsein im Kleinen, die normale, unerträgliche und doch immer erträgliche Enge der Masse, aus der ich und meine Figuren lebenslänglich hinausdrängen wollen. Die Frage, was dieses oder jenes für den Einzelnen, für sein Leben bedeutet, was unter oder hinter dem leicht Gesagten liegt und gärt, die Diskrepanz zwischen dem Gescheitdaherreden und dem tatsächlichen Leben, dem Alltag. Dort liegt der Hund begraben, dort findet alles statt, also krieche ich hinein und öffne die Augen.«